mcp2cli
knowsuchagency
Jeden MCP-, OpenAPI- oder GraphQL-Server zur Laufzeit in ein CLI verwandeln - kein Codegen, token-effizient.
Was ist mcp2cli?
mcp2cli exponiert MCP-Server, OpenAPI-Specs und GraphQL-Endpunkte dynamisch als Kommandozeilen-Interfaces ohne Codegenerierung. Es unterstützt MCP-HTTP/SSE mit OAuth, stdio-Modus für lokale Server, usage-aware Tool-Ranking, gespeicherte Verbindungen und eine TOON-Codierung, die behauptet, den Tool-Schema-Token-Overhead um 96-99% zu reduzieren (eigene Angabe des Projekts).
mcp2cli im Detail
Jeder Agent, der mit externen Tools spricht, zahlt eine wiederkehrende Steuer: Das vollständige JSON-Schema jedes Tools wird dem Modell in jeder Runde mitgeschickt, und große MCP-Server, OpenAPI-Specs oder GraphQL-Endpunkte können das Context-Window fluten, bevor die eigentliche Arbeit beginnt. Die übliche Lösung ist ein maßgeschneiderter Wrapper pro Dienst, also Codegenerierung, Wartung und noch etwas, das synchron gehalten werden muss. mcp2cli geht einen anderen Weg. Es ist ein kleines Python-Kommandozeilentool, das jeden MCP-Server, jede OpenAPI-Spezifikation oder jeden GraphQL-Endpunkt zur Laufzeit in eine nutzbare CLI verwandelt, ganz ohne generierten Code. Man zeigt auf einen Endpunkt, und die verfügbaren Operationen werden zu Subcommands, die sich direkt aus Shell, Skript oder Agent-Loop aufrufen lassen.
mcp2cli arbeitet, indem es das Ziel im Moment des Aufrufs introspiziert. Für MCP spricht es sowohl HTTP/SSE als auch stdio und startet lokale Server als Subprozesse; für OpenAPI parst es JSON- oder YAML-Specs, lokal oder remote; für GraphQL nutzt es Introspection, um Queries und Mutations zu entdecken. Das Besondere ist der Fokus auf Token-Ökonomie. Das Projekt bringt eine TOON-Kodierung (token-optimized output notation) mit, die laut eigener Angabe 40 bis 60 Prozent weniger Tokens als JSON bei großen, gleichförmigen Arrays liefert, und behauptet, der Gesamtansatz könne 96 bis 99 Prozent der sonst pro Runde für Tool-Schemas verschwendeten Tokens einsparen. Zudem verfolgt es die Tool-Nutzung lokal und sortiert die Listenausgabe nach Häufigkeit, dazu ein Bake-Modus, der benannte Verbindungen samt Auth speichert, abrufbar über ein @name-Kürzel.
Die natürliche Zielgruppe sind alle, die MCP- und API-Aufrufe skripten oder automatisieren, wo ein vollwertiger MCP-Client übertrieben wäre. Konkret heißt das: eine Entwicklerin, die ein MCP-Tool in einen CI-Job einbindet, eine Shell-Pipeline, die einen einzigen Aufruf an einen internen Dienst braucht, oder eine Agent-Schleife, in der man deterministische, nachvollziehbare Tool-Aufrufe statt einer dauerhaften Verbindung will. KI-Coding-Agenten wie Claude Code oder Cursor können damit externe APIs entdecken und aufrufen, ohne ihren Kontext aufzublähen, und das Projekt veröffentlicht sogar ein optionales Skill-Paket, das Agenten den Umgang beibringt. OAuth-Unterstützung, inklusive Authorization Code mit PKCE und headless Client Credentials, plus Token-Refresh und Caching, macht es gegen echte authentifizierte Dienste praktikabel, nicht nur gegen lokale Spielereien.
Die Einschränkungen sollte man ernst nehmen. Die beworbenen Token-Einsparungen hängen stark davon ab, wie wortreich das Schema eines konkreten Servers ist: Eine schlanke API kommt nirgends in die Nähe der oberen Werte, und die Zahl von 96 bis 99 Prozent ist die eigene Angabe des Projekts, bezogen auf den Schema-Overhead und nicht auf die gesamte Nutzlast. mcp2cli ist ein CLI-Shim, keine dauerhafte Agent-Laufzeit, also gibt es kein bidirektionales Streaming und keine zustandsbehaftete Sitzung zwischen Aufrufen; jeder Aufruf steht für sich. Das Caching läuft standardmäßig mit einer Stunde TTL, GraphQL setzt aktivierte Introspection voraus, der stdio-Modus hängt davon ab, dass der Server im PATH liegt, und der interaktive OAuth-Flow braucht einen Browser. Das Repository zeigt zudem eine dünne Commit-Historie im Verhältnis zur gemeldeten Sternzahl, weshalb ein rascher Sternzuwachs bei der Reifebeurteilung Vorsicht verdient.
Gegenüber einer gehosteten Option wie Zapier MCP steht mcp2cli am anderen Ende: ein lokales, offenes MIT-lizenziertes Werkzeug, das man selbst betreibt, ohne Anmeldung bei einem Dienst und ohne Anbieter, der die Zugangsdaten hält, aber eben auch ohne die verwalteten Konnektoren, Retries und den gehosteten Komfort. Greif zu, wenn du dich im Terminal wohlfühlst und eine schnelle, skriptbare Brücke zu MCP-, OpenAPI- oder GraphQL-Diensten in CI, Shell-Automatisierung oder Agent-Loops willst, besonders dort, wo das Kürzen von Schema-Tokens zählt. Lass die Finger davon, wenn du zustandsbehaftete Sitzungen, bidirektionales Streaming oder eine langlebige Agent-Verbindung brauchst, denn das liegt ausdrücklich außerhalb des Designs. Angesichts der jungen Commit-Historie solltest du eine Version pinnen und die Token-Behauptungen an deinen eigenen Schemas prüfen, bevor du einen Produktiv-Workflow darauf aufbaust.
Vor- & Nachteile
Pros
- Zero-Codegen - jeder MCP- oder OpenAPI-Dienst wird sofort zu einem CLI
- Token-effiziente TOON-Codierung hilft Agents, die viele Tools wiederholt aufrufen
- OAuth-Self-Healing und gespeicherte Verbindungen machen es produktionstauglich
Cons
- Dünne Commit-Historie relativ zur Star-Zahl - schnellen Star-Anstieg beobachten
- Token-Einsparungen hängen stark von der Schema-Ausführlichkeit des jeweiligen Servers ab
- Ein CLI-Shim, kein persistenter Agent-Runtime - kein bidirektionales Streaming
Lizenz
MIT (OSI-open)
Wann interessant
Scripting oder Automatisierung von MCP-Tool-Aufrufen in CI, Shell-Skripten oder Agent-Loops, bei denen ein vollständiger MCP-Client überdimensioniert ist.
Wann zu früh
Wenn du zustandsbehaftete Sessions oder bidirektionales Streaming benötigst.
Kommerzielle Alternative & Verwandtes
- Kommerzielles Pendant: Zapier MCP
Dieses Repo war in der Ausgabe 2026-07 des Open-Source-KI-Radars.
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Code-Suche MCP-Server für KI-Coding-Agents - semantische und BM25-Hybridsuche über gesamte Codebases.